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ACHTUNG!   -   Als Unterrichtsmaterial geeignet!!!!!

Mit großem Interesse las ich am Donnerstag  den Artikel “Mögen Sie frühfroh schon Brötchenwatte” von Armgard Seegers im Hamburger Abendblatt, in dem sie über den Sprachwettbewerb des Senders 3sat berichtet.

Ich lernte viele neue Wörter kennen – nicht alle schön, aber neu:

Sehnsorge, Huchglück, Morgenoptimist, Nasennull, Adonisbonus, Ohallodu, klausleihen, borgstehlen, Brötchenwatte…

Hier der Link für alle, die den Artikel lesen möchten:

http://www.abendblatt.de/kultur-live/article1013905/Moegen-Sie-fruehfroh-Broetchenwatte.html

Und hier der Link für die Gewinnerwörter des Sprachwettbewerbs 3sat:

http://www.3sat.de/dynamic/sitegen/bin/sitegen.php?tab=2&source=/kulturzeit/themen/133758/index.html

Bei der Sprachspielerin fand ich dies:

http://www.sprachspielerin.de/2009/04/26/nichts-zu-lachen/

Dauert ein bisschen – lohnt sich aber!!

Kochen mit Jugendlichen ist ein Abenteuer – für mich, da ich ja das Fach Hauswirtschaft nicht unterrichte.

In meiner Kindheit war die Küche immer der Lebensmittelpunkt. Meine Mutter ließ es sich nicht nehmen, alles selbst zu kochen und zu backen. Eine Ausnahme gab es: Wenn es wirklich mal schnell gehen musste, dann gab es Ravioli aus der Dose, das war aber die ganz große Ausnahme, eher entschied sie sich für Spiegelei auf Brot.

In der Küche wurde erzählt und getratscht – nebenbei entstanden köstliche  und aufwändige Gerichte und Kuchen und Torten, vor dem jeder Konditor seinen Hut gezogen hätte. Nebenbei und ohne Nachdenken wurde ich ganz zwanglos und selbstverständlich in die Küchengeheimnisse eingeweiht. Nie in meinem Leben habe ich einen Kochkurs besucht, ich konnte es einfach.

Im Zeitalter der Tiefkühlpizzen und 5-Minuten-Terrinen sieht das ganz anders aus. Hier einige Highlights von Jugendlichen aus der Schulküche anlässlich der Herstellung einiger Leckereien für den Schulbasar.

Wie trennt man ein Ei?

Was, man kann Eiweiß zu Eischnee schlagen?

Komisch, wenn ich mit dem Pfannenwender auf eine verpackte Tafel Schokolade eindresche, entstehen keine Schokostreusel!

Wie füllt man Flüssigkeit aus einer großen Schüssel in kleine Flaschen?

Walnussgroß – wie groß ist denn das?

Woran merke ich dass die Sahne kocht?

Seit wann haben Mandeln eine Haut – und wie enthäutet man die?

Zimmerwarm – eh, wie warm ist das hier eigentlich im Raum?

Warum dauert Kekse ausstechen länger als Kekse essen???

100 Gramm Puderzucker auf einen Liter Wasser gibt keine Glasur – Sch….!!!!

Das Leiden – mein Leiden! – an diesem Abend nahm kein Ende.

Ja, es ist schwierig, einen Briefroman – zumal es sich nicht um einen Briefwechsel handelt – als Theaterstück überzeugend auf die Bühne zu bringen. Vielleicht ist es sogar unmöglich?

Unmöglich empfand ich diese Inszenierung, die sich als so modern ausgab.

Das Bühnenbild? Ach, wo war das denn?

Es gab keine Kostüme, die Schauspieler traten im Outfit der heutigen Zeit auf. Also nichts mit Werther-Look!

Werther in seinem rot-karierten Pulli litt sich reichlich überschwänglich durch den Abend, alles viel zu theatralisch, zu überzeichnet.

Lotte war fehlbesetzt, wirkte sie doch mit ihren gut geschätzten 35 Jahren reifer und berechnender als Goethes Figurengestaltung.

Albert im Hochzeitsanzug – naja – schleppte selbst das Sofa auf die Bühne und verteilte im Publikum Bonbons – natürlich Werthers Echte!

Die Souffleuse spielte dann selbst noch einen kleinen Part im Stück mit – war aber auch nicht der Gag!!!

Fazit:

23,50 Euro kann man besser anlegen.

3 Stunden Freizeit kann man eindeutig besser gestalten.

Ja, wäre ich mal meiner Intuition gefolgt, denn gleich in den ersten langen Minuten, als Werther lediglich den Text seiner eigenen Briefe ins Publikum schrie, wollte ich gehen. Gegangen sind viele Theaterbesucher nach der Pause, da waren dann sichtbar viele Plätze frei. Wenn es das erklärte Ziel war, Theatersäle leerspielen zu wollen dann ist das gut gelungen!!

Enttäuscht waren auch die vielen Oberstufenschüler, die den ‘Werther’ als verpflichtende Lektüre in den Grund- und Leistungskursen zu bearbeiten haben und sich vielleicht die eine oder andere Inspiration holen wollten für ihre Interpretationsgrundlagen. Denn die nächste Klausur/Abiklausur kommt bestimmt…

Ein friedlich ereignisloses Beziehungsleben hat seine eigene Qualität. Trotzdem wird es arg unterbewertet – vor allem von Frauen, meint Harald Braun.

Ja, da habe ich mal wieder etwas gelernt, zum Beispiel was QUALITY-TIME bedeutet.

Quality-Time bezeichnet die “richtig”, also selig machende und effizient miteinander verbrachte Beziehungszeit. Aber die Bedürfnisse von Frauen und Männern sind da sehr unterschiedlich… Lest es selbst:

http://www.welt.de/wams_print/article3543557/Das-Glueck-des-Alltags.html

Männer in Bewegung

Jetzt ist es raus – man kann den deutschen Mann in vier Kategorien einteilen. Das belegt zumindest die Studie “Männer in Bewegung”, die durchgeführt wurde von der EKD und der GKMD.

Die Studie identifiziert folgende vier Männertypen:

Der teiltraditionelle Mann definiert sich vornehmlich über den Beruf, sieht sich als Ernährer, überlässt Kinder und Haushalt der Frau und ist der Ansicht, dass zu Beginn der Partnerschaft der Mann den ersten Schritt tun sollte.

Der balancierende Mann sucht meist aus traditionellen und modernen Positionen aus, was in sein Lebenskonzept passt.

Der suchende Mann kann mit traditionellen und modernen Rollenbildern nicht viel anfangen. Da er sein Leitbild noch nicht gefunden hat, ist er oft aufgeschlossen gegenüber gleichberechtigten Partnerschaftsmodellen, aber unsicher mit Blick auf seine eigene Position in Beruf und Familie.

Der moderne Mann ist dafür, dass sich Mann und Frau in gleichem Maße um Haushalt und Kinder kümmern soll. Er wünscht sich, dass beim Haushaltseinkommen beide Partner beteiligt sind.

Vielleicht findet sich der deutsche Mann tatsächlich wieder in diesen Kategorien – wäre ja schön und einfach zugleich – auch für die Partnerwahl.

Entnommen aus: DIE WELT vom 19.03.2009   Der deutsche Mann sucht und balanciert von Miriam Hollstein

Abschreckender Blogname

Schlichtenichte schreibt in ihrem Kommentar, dass der Blogname abschreckend ist – finde ich auch, denn wer hat positive Assoziationen zu der Veranstaltung GESAMTKONFERENZ ?  Niemand.

Ich hatte das mit den Blogs hier bei 4teas auch ganz falsch verstanden – wirklich. Ich dachte, es darf ausschließlich Schulisches gebloggt werden – und da hatte ich auf die Schnelle keine bessere Idee.

Also, liebe Leser, ich denke mir einen schöneren Blognamen aus und werde auch schöne Beiträge schreiben.

Also, bleibt dran, stay tuned…

Präsenzstunden

Hallo, hier ist deine Präsenzstunde!!! Freust du dich?? Eigentlich hättest du ja erst zur dritten Stunde Unterricht, aber wegen mir darfst du auch an diesem Tag früh aufstehen und gestiefelt und gespornt in die Schule. So kommst du nicht aus dem Rhythmus, ist doch wunderbar! Die Schulleitung denkt mit, sie bemüht sich wirklich.

Was fängst du an mit mir? Ja, die Möglichkeiten sind geradezu unbegrenzt… Denk nur mal daran, wie viele Klassen du durch mich kennen gelernt hast, die 7b von Frau N., die schreckliche 10.Klasse von Herrn G., den Leistungskurs von…. toll, was da so abgeht, oder?

Und sei mal ehrlich, wenn du nicht eingesetzt wirst als Vertretung, dann hast du unendlich viel Zeit, die du ja immer nutzen willst. Du schleppst extra Korrekturstapel in die Schule, noch ein paar Bücher on top, willst schon mal eine Klausur entwerfen, Kopiervorlagen erstellen… Ist es nicht so? Ausgerüstet bist du mindestens für zehn Präsenzstunden.

Und was passiert dann?? Och, erst mal einen Kaffee… dann lungern da die Referendare rum, mit denen kommt man immer ins Gespräch, die müssen Dampf ablassen über BUBs, UBs und PUs, ein anderer Kollege gesellt sich dazu – eigentlich wollte man doch – egal, man plauscht gerade so schön… Es klingelt. Präsenzstunde vorbei!

Na, geht doch!

Und schließlich hast du doch jetzt eine Freistunde…

Wir geh’n jetzt zusammen


“Sag mal, Mama, wie schlimm ist das wirklich, wenn Mädchen ihre Tage haben?”, fragt mich mein Kleiner, als er aus der Schule nach Hause kommt. Keine Begrüßung, kein Hallo.

“Wieso?”

“Nur so.”

“Wie? Nur so?”

“Ich habe heute Ann-Kathrin in der 6. Stunde nach Hause gebracht, ihr ging’s echt besch… ich meine nicht so gut.”

“Naja…”, will ich beginnen, doch er spricht schon weiter.

“Echt cool, ‘ne ganze Mathestunde ist sausen gegangen, eigentlich schade, dass Jungs so was nicht haben, aber dafür müssen wir uns ja dann jeden Tag rasieren – ein Leben lang. Frauen haben es dann wieder gut, die kommen in die Wechseljahre…”

“Du kennst dich ja bestens aus”, unterbreche ich ihn, “ist das euer Thema im Biologieunterricht?”

“Bio? Nein, das weiß doch jedes Kind! Ich rufe sie heute Nachnittag mal an, wir schreiben morgen einen Chemietest…” Er verschwindet mit seinem Rucksack in seinem Zimmer.

“Essen ist gleich fertig!”, rufe ich ihm hinterher.

Ja, mein Kleiner wird groß. War es nicht noch vor ein paar Wochen, dass er mit seinem Lego-Hubschrauber in der Badewanne spielte und sich mit Freunden nachmittags zum Fußball verabredete? Seit einigen Tagen hängt ein Schild an seiner Tür: BItte klopfen!!!!. Wir mussten ein Mittel gegen Hautunreinheiten kaufen, nachdem sich ein einziger Pickel an seinem Kinn bemerkbar machte, es wird freiwillig geduscht, Haare manchmal mehrmals am Tag gewaschen und gestylt, weil sie nicht mehr richtig sitzen. Coole Klamotten und Turnschuhe sind angesagt, Computerspiele sind out, denn es wird gechattet.

Beim Mittagessen ist er ungewöhnlich still, er wirkt nachdenklich. “Ann-Kathrin findet Fleisch eklig”, sagt er plötzlich, “kann ich gar nicht verstehen… meinst du, dass wir trotzdem zusammen passen?” “Klar!”, antworte ich und spüre, dass das nicht das einzige Problem zu sein scheint. Den Schokopudding verdrückt er noch schnell, dann schnappt er sich das Telefon und igelt sich hinter verschlossener Tür ein.

Stunden später taucht er auf, strahlend, beschwingt, wie ausgewechselt. “Du, Mama, das war alles gar nicht so einfach”, fängt er das Gespräch an, “aber ich glaube, Ann Kathrin und ich, wir geh’n jetzt zusammen, nur damit du Bescheid weißt.”

Gesamtkonferenz

Herzlich willkommen!!
Den Blognamen habe ich mir ganz spontan überlegt, denn auf einer Gesamtkonferenz wird schließlich ALLES besprochen.
Mal sehen, wohin mich dieses Blog führen wird, denn es soll ja in erster Linie um schulische Dinge gehen…
Bleibt dran – stay tuned…
Und wer mal etwas stöbern möchte in meinem anderen Blog, der findet ihn hier: www.donnaschreibt.com