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Es brennt

Nein, natürlich nicht wirklich. Die “kleine Hexe” hat ja am Schluss der Geschichte alle Hexenbücher und Besen verbrannt. Das passte gut zu unserem Kunstthema “Feuer”.


Zuerst wird Zeitungspapier mit Feuerfarben bestrichen. Das ist gar nicht so einfach, weil bei vielen die passenden Pinsel fehlen. Wie gut, dass die Lehrerin immer noch ein dickes Glas Ersatzpinsel hat! Dann wird der schwarze Hintergrund gemalt (nebenbei werden auch noch etwas die Pullis verschönert) und dann das trockene Zeitungspapier in Streifen gerissen.


Hier sieht man ganz gut, in welch verschiedenem Tempo gearbeitet wird. Der eine ist schon fast fertig, der andere noch ziemlich am Anfang. Und so ist es in allen Fächern. Wie gut, dass wir viel frei arbeiten und so jeder in seiner Geschwindigkeit und nach seinem Können die Aufgaben erledigen kann!


Mit der Reihenfolge schummeln wir ein wenig. Das Holz kommt zum Schluss.




Na, da wird es einem doch richtig warm – bevor der Frühling demnächst kommt.

Darf ich ohne Jacke in die Pause? Es ist doch schon so warm!”
Wenn dieser Satz regelmäßig von den Schülern kommt, dann ist es soweit: Der Frühling ist da. Aber: “Nein , zieh die Jacke bitte an. Du erkältest dich sonst. So warm ist es noch nicht. Du kannst sie ja offen lassen.” Naja, manche Jacken liegen dann in der Pause doch auf den Mauern oder Bänken.
Liebe Eltern, ich tue mein Bestes.

Aber auch im Klassenzimmer hat der Frühling jetzt Einzug genommen.


In unserer Frühlings-Werkstatt wollen wir die Frühblüher in unseren Gärten und auf den Wiesen kennen lernen. Übrigens wurden ganz neue Namen kreiert: Großmütterchen, Vergissmichnicht, Weißichnicht, Primmeln, Taubenhyazinthe.


Nicht alle Kinder wissen, was das einmal werden soll.






Was bringt uns der Frühling? Warum freuen wir uns so darauf? Die Kinder können eine Menge darüber erzählen.

In den nächsten Wochen werden wir uns intensiv mit dem Frühling beschäftigen. Welche Pflanzen wachsen zuerst im Jahr? Welche Tiere werden jetzt wieder munter?
Wie verändert sich das Wetter? Warum feiern wir Ostern? Welche Osterbräuche kennen wir?
Das betrifft vor allem die Fächer Sachunterricht, Deutsch, Kunsterziehung, Musik und auch ein bisschen Mathematik. In unserer Frühlingsmappe sammeln wir unsere Ergebnisse.





Die Kinder suchen sich verschiedene Aufgaben und bearbeiten sie alleine oder mit einem Partner.


Im warmen Klassenzimmer blühen die Tulpen und Narzissen schnell auf. Die Kinder schauen fast stündlich nach, wie sich die Blüten entwickeln. Schön, dass es hier so bunt wird.

Am Morgen höre ich von vielen Kindern: “In unserem Garten blühen jetzt die Krokusse. “Die Tulpen spitzen aus der Erde.” “Auf dem Schulweg habe ich Krokusse (Schneeglöckchen) gesehen.” Ich freue mich, wenn der Unterricht hilft, dass die Kinder mit offenen Augen und Neugierde die Natur betrachten können.

Einmaleins

Seit einiger Zeit haben die Eisbären schon mit dem Einmaleins begonnen. Einführungs- und “Erinnerungs”stunden machen wir jedoch gemeinsam.
Einmaleinsaufgaben sind verkürzte Plusaufgaben – und die können auch Erstklässler schon rechnen. Natürlich beginnen wir wie immer mit Bildern, um die Sachsituation allen Kindern zu verdeutlichen.

Zuerst finden die Kinder die Plusaufgabe, dann schließen wir auf die Malaufgabe.

Weitere Beispiele folgen.

Auch im Verpackungsmüll finden wir Malaufgaben – und die Tauschaufgaben gleich dazu.

Die Kinder finden mit Würfeln Malaufgaben.

Aufgaben auf dem Geobrett mit Gummis spannen macht den meisten besonders Spaß und fördert noch einmal das “Gefühl” für Einmaleinsaufgaben.
Erst wenn diese Grundlagen vorhanden sind können wir ran an die Einmaleinsreihen.

Ausflug zu Edeka

Edeka bietet eine Ernährungsschulung für Kinder an. Wir nehmen das natürlich gerne an und marschieren heute zum neuen Edeka-Markt in der Nähe unserer Schule.

Neben der Wursttheke warten Bänke und Tische auf uns. Die Ernährungsberaterin erkärt zuerst die Ernährungspyramide. Die Kinder sind da schon sehr fit auch vom Kindergarten und wissen viel.

Gleich geht das Schnippeln los. Die Kids bereiten einen Obst- und einen Gemüsesalat zu.




Sind die Salate nicht wunderbar geworden? Und sie schmecken auch genauso gut!
Ratzfatz sind drei Schüsseln leer!



Hier dürfen jetzt verschiedene Früchte gefühlt werden.

Den Apfel erkennen natürlich alle. (Die anderen Früchte wie Zwiebel, Knoblauch, Zucchini,Birne, Karotte, Banane, Lauch, Kiwi, Kartoffel erfühlt auch jeder.)
Und dann wird auch noch blind gegessen und gerochen. Erkennt jeder das Obst oder das Gemüse?

Satt und zufrieden mit einigen neuen Kenntnissen können wir jetzt wieder zur Schule gehen. Jeder bekommt noch eine Überraschungstüte mit.
Das war doch ein Super-Vormittag! Vielen Dank an Edeka!

Rechtschreiben

Nachdem die Pinguine schon recht flott im Lesen sind, Wörter fleißig verschriftet werden und einige schon richtig gute Sätze schreiben geht es jetzt los mit dem “Rechtschreiben”. Bis jetzt habe ich die Kinder ja immer ermuntert, so zu schreiben, wie sie es hören – und in der Regel konnte man es auch gut lesen. Für viele Wörter in der deutschen Sprache gilt das auch weiterhin. Wir nennen sie “Mitsprechwörter”, weil sie so geschrieben werden wie wir sie sprechen. Diese Wörter liebt der Hase Felix mit seinen langen Ohren besonders. Aber es gibt natürlich auch Wörter, für die das nicht gilt. Diese haben sogenannte Aufpass-Stellen – und die findet die Eule Amanda mit ihren guten Augen besonders schnell. Dann gibt es auch ncoh den Zauberer Fridolin, der uns viele Rechtschreibregeln mitteilt. Eine davon ist: Namenwörter schreiben wir groß!
Für die Erstklässler sind die Figuren nicht neu – denn sie hängen ja schon für die Zweiten an unserer Pinwand. Und manche Kinder kennen sie auch schon von den älteren Geschwistern. Grundlage zu diesen Figuren ist der Rechtschreiblehrgang von Ute Steinleitner und ihren Arbeitsheften “Zauberlehrling” (Diesterweg-Verlag).
Wir beginnen also mit unserer ersten “Wortschatzkiste”. Thema: Im Kinderzimmer.

Die Kinder benennen die Bilder, legen die Wörter dazu. Dann werden die “Aufpass-Stellen” markiert und die Wörter werden dem Felix oder der Amanda zugeordnet.

Alle Wörter stehen in der Wortschatzkiste. Auch hier werden die Aufpass-Stellen wieder angemalt. Jetzt wird das Blatt ins Heft eingeklebt – und dann kann fleißig geübt werden.
Es wird verschiedene Aufgaben geben um die Wörter einzuüben.

Erste Frühlingsgefühle

Ich sehne mich nach dem Frühling – ich habe die Rollkragenpullover satt, das morgendliche Abkratzen meines Autos, die Stiefel und Winterjacken und, und, und … .
Übermorgen beginnt der meteorogische Frühling – und bei uns im Klassenzimmer begann er schon gestern!

Noch streiten Schneemänner und Krokusse um ihre Vorherrschaft (am Fenster)- aber ich bin sicher, die Krokusse werden gewinnen.
Im Sachunterricht werden wir uns in der nächsten Zeit natürlich auch mit dem Frühling beschäftigen. Was verändert sich in der Natur? Welche Frühblüher gibt es? Was machen die Tiere im Frühling? Warum feiern wir Ostern? Wie ist das mit dem Wetter?
Warum wir uns alle so auf den Frühling freuen haben die Kinder schon aufgeschrieben:





Also, lieber Frühling, dann mal los!

Er kommt!

Gestern habe ich die Krokusse in unserem Garten erspäht.
Der Frühling kommt! Was bin ich froh!

Nachdem einige Kolleginnen nachfragen, wie denn das mit den Mathe-Bausteinen bei uns läuft, hier einige Erklärungen.

Das sind unsere Regale mit den Aufgaben zu den “Mathe-Bausteinen”. Jedes Kind bekommt zu einem mathematischen Thema einen Plan mit einigen Aufgaben: Arbeitsblätter, Aufgaben aus dem Buch und dem Arbeitsheft, Folien, Stöpselkarten, Logico, Spiele, … . In diesen Regalen liegt alles, und jeder kann sich nehmen, was er braucht. Wenn die Aufgabe erledigt ist, schaue ich sie mir an (mal weniger genau, mal länger) und hake sie ab. Wir arbeiten daran während der Hausaufgabenkorrektur am Morgen, in festgelegten Stunden und als Hausaufgabe. Manche Kinder arbeiten langsamer (da muss ich dann auch einmal Aufgaben streichen), andere sind sehr schnell (weil sie den Stoff schon können und einfach Spaß daran haben – da brauche ich dann auch mal “Pufferaufgaben”). Es wird deshalb nicht gleichzeitig an einem Plan gearbeitet, jeder hat sein Thema. Den Kids steht es frei, alleine oder mit einem Partner zu arbeiten.
Klar, dass das vor allem der Übungsteil des Mathematikunterrichts ist.
Für die Einführung oder Festigung eines neuen Bereiches gibt es mehrere Möglichkeiten:
1. Den ganz Schnellen erkläre ich kurz, wie es geht (oder lasse mir das neue Thema
von ihnen erklären – das geht meistens auch) -> öfters!
2. Wir besprechen in der Klassenstufe (Pinguine oder Eisbären) das Thema -> selten!
3. Wir besprechen mit allen ein Thema, z.B. Tauschaufgaben, Umkehraufgaben,
Zehnerübergang, Multiplikation, …, eigentlich ist alles möglich: die Kleinen rechnen
bis 20 (oder eben schon weiter), die Großen bis 100; meistens gibt es dann hierzu
auch Aufgaben, die Partner (Pinguin und Eisbär) gemeinsam lösen und sich erklären
müssen -> meistens!
Während der freien Arbeitszeit an den Bausteinen habe ich natürlich auch noch die Möglichkeit, mit den Schwächeren intensiver zu arbeiten, ihnen nochmal etwas zu erklären oder auch andere Anschauungsmaterialien zu verwenden. Diese Zeit ist sehr wertvoll, die hatte ich im gleichschrittigen Unterricht nicht.

Vorteile der Baustein-Arbeit:
- Jeder arbeitet nach seinem Vermögen, in seinem Tempo.
- Auch die Kinder werden zu Lehrenden, wenn sie ihren Mitschülern etwas erklären
können. Dadurch wird der Unterrichtsstoff wiederholt und geübt.
- Selbständiges Lernen wird geschult.
- Die Kleinen hören schon in den “Stoff” der Großen hinein, die Großen wiederholen
noch einmal den Stoff vom Vorjahr.
- Ich kann sehr viel differenziertes Arbeitsmaterial anbieten, muss es aber nicht
gleichzeitig für 22 oder mehr Schüler haben.
- Die Kinder wählen ihren Arbeitsort ( sie arbeiten oft an den Bänken oder liegen auch
am Boden mit Teppichen), bewegen sich zwischendurch. Das kommt der
geforderten “bewegten Grundschule” auch entgegen.

Nachteile:
- Die Arbeit mit den Baussteinen muss natürlich eingeschult werden. Manche haben da
auch noch nach zwei Jahren Probleme (die hätten sie aber so auch!). Da ist halt dann
eine besondere Überwachung nötig.
- Besonders die Schnellen neigen zu einem “Abarbeiten” der Aufgaben. Aber da ist es
dann auch wieder mein Job, ihnen geeignete zusätzliche Aufgaben anzubieten, die zu
mehr Denken anregen.
- In der Übungsphase ist es leider nicht immer so leise, wie ich es mir wünschen
würde. Da arbeiten wir noch dran.

Wer noch mehr dazu wissen will, kann mich gerne in den Kommentaren dazu fragen – und natürlich weiterhin im Blog lesen.

Helau und Alaaf!

Eigentlich können wir uns hier zu solchen Rufen kaum hinreißen lassen. Dennoch – alle Kinder kommen heute maskiert in die Schule. Nach einigen Aufräumarbeiten im Klassenzimmer geht es los:
Wir reisen um die Welt!
Das sind die Teilnehmer unserer Weltreise:











Unser “gesundes” Faschingsfrühstück. Wie gut , dass vorher schon Obstpause war – da gab es wenigstens einige Vitamine.


Unsere Reise führt uns zuerst nach Afrika. Nachdem wir mit den Affen die Kokosnuss gesucht und gefunden haben, gibt es eine “Negerkuss”-Belohnung. Aber die müssen ohne Hände gegessen werden. Ich möchte anschließend von den Damen keinen Kuss.


Nach einer Zwischenstation in Ägypten beim Schatzsuchen (Topfschlagen) geht es weiter nach China. Hier muss mit den Stäbchen gegessen werden.


In Amerika wird getanzt was das Zeug hält. Und am Nordpol müssen sich dann die Eisbären zu Gruppen zusammenfinden. Wer es nicht rechtzeitig schafft, muss ausscheiden.


Und am Schluss gibt es noch die große Schulhauspolonaise mit allen Klassen. Die Musik dröhnt aus den Lautsprechern. Eine lange Schlange zieht durch unsere Gebäude.

Nach der Landung unseres “Ferienfliegers” wird es dann langsam ruhig in den Klassenzimmern. Unser Hugo bleibt einsam zurück – mit einer vergessenen Faschingsmütze. Naja, vielleicht feiert er ja mit den anderen Klassentieren noch weiter.

Jammern

Heute muss ich mal ein bisschen so los jammern. Ich glaube, wir sind alle ferienreif (nach gerade sechs Wochen Schule – das kann ja gar nicht sein). Die Kinder sind nur noch schwer zur Ruhe zu bringen; Arbeitsaufträge werden nicht mehr so ganz genau verstanden; Flüstersprache ?? – was ist denn das?; im Klassenzimmer wird herumgerannt, sich auf dem Boden gewälzt, gekämpft, … ; Hausaufgaben werden nicht mehr vollständig gemacht; Schuhe fliegen im Gang herum; Hausschuhe werden nicht mehr getragen (Liebe Mamas, deshalb sind die Strümpfe so dreckig!). Haben wir jemals Regeln gelernt? Ich war doch irgendwann so stolz auf meine Klasse, die sich gut benehmen konnte. Mir fehlt allerdings auch die Geduld, ich kann nicht immer ruhig bleiben, meckere auch mal herum und schreie drauflos. Wie ist das jetzt mit Henne und Ei? Was war zuerst?
Morgen feiern wir – trotzdem – Fasching! Dann ist der Lärm egal! Es wird keine Flüstersprache geben, die Kids können beim Singen brüllen, so laut sie wollen (”Die Affen rasen durch Wald” kann man auch nur brüllen), sie können sich am Boden herumwälzen, sich mir ihren Plastikschwertern bekriegen, über Stühle klettern, auf Töpfe schlagen. Und ich werde denken: um 11 Uhr ist alles vorbei!
Dann wird es nämlich ernst – nach einem turbulenten Vormittag gibt es noch die Zeugnisse. Und da stehen doch tatsächlich solche Sätze wie:
- im Unterrichtsgespräch hört er aufmerksam zu;
- sie kann die Schulregeln einhalten;
- er führt Arbeitsaufträge genau aus;
- sie ist eine freundliche Schülerin;
- aus Konflikten hält er sich heraus.
Vielleicht kommen diese Kinder nach den Ferien wieder!

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